Wer in NRW lebt, lebt gerne hier. Demografischer Wandel, starker Zuzug  und damit steigender Wohnraumbedarf sind für Kaarst, Korschenbroich, Jüchen und Meerbusch große Herausforderungen. Der Vorsitzende der SPD im Stadtverband Korschenbroich Udo Bartsch, begrüßte am vergangenen Mittwoch die Anwesenden und machte direkt zu Beginn der Veranstaltung deutlich, dass die Landesregierung in den letzten Jahren viel unternommen hat, damit in NRW mehr gutes und bezahlbares Wohnen möglich wird: “Allein von 2014 auf 2015 ist eine Steigerung des sozialen Wohnungsbaus von 37% zu verzeichnen, aber wir dürfen nicht nachlassen weiteren Wohnraum zu schaffen“.
Wohnen der Zukunft muss bezahlbar, generationenübergreifend und energieeffizient sein. Gleichzeitig wollen die Sozialdemokraten die Heimat im Quartier erhalten.  “Wir gestalten die Quartiere  unseres Landes lebenswert und halten die Mieten bezahlbar. Für uns sind Quartiere keine reinen Marktobjekte, sondern die Garanten für den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft“ erläuterte  die Landtagskandidatin Nicole Niederdellmann-Siemes die hohe Bedeutsamkeit des  Themas „Was ist Gerechtigkeit- Die Zukunft des Wohnens“.
Jochen Ott,  stellv. Vorsitzende der SPD NRW folgte gerne der Einladung der Landtagskandidatin und erläuterte den interessierten Anwesenden die soziale Stadtentwicklungs- und Wohnungspolitik der SPD NRW.  Der stellv. Vorsitzende der Landtagsfraktion verantwortet in der Fraktion das Thema „Stadtentwicklungs- und Wohnungspolitik. “Mit den Programmen zur Wohnraumförderung haben wir verlässliche Rahmenbedingungen für den geförderten Wohnungsbau geschaffen. Wir haben in den Förderungen auch „Tilgungszuschüsse“ eingebaut, dadurch wurde die Wohnraumförderung auch für Investoren interessant, auch bei den aktuell niedrigen Zinsen“ betont der Landtagsabgeordnete. Leider stand die soziale Wohnraumförderung lange Zeit in dem Ruf, dass dort wo bezahlbares Wohnen entsteht gleichzeitig auch Probleme entstehen. „Mittlerweile wissen wir, dass auch im Rhein Kreis Neuss rund 50% der Menschen einen Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein haben. Das zeigt, dass nicht nur Menschen mit persönlichen Problemen auf sozial geförderten Wohnraum angewiesen sind, sondern auch Senioren, Familien oder junge Erwachsene. Dadurch hat sich glücklicherweise das Image gewandelt“ berichtete der Experte für Wohnraumförderung. „Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die Landesregierung durch das Wohnungsaufsichtsgesetz den Kommunen  auch ordnungspolitische Instrumente an die Hand gegeben hat. Damit können die Kommunen gegen die unmenschliche Vermietung von Matratzen pro Nacht in herunter gekommenen Häusern vorgehen“ ergänzt Jochen Ott. Die Anwesenden waren sich einig, dass Heimat kein volkstümlicher Begriff ist, der den konservativen Kräften  vorbehalten wäre. “Heimat vor der Haustür“ , das umfasst die Nachbarschaft, das soziale Miteinander oder auch das Vereinsleben im Viertel. Die Landtagskandidatin Nicole Niederdellmann-Siemes fasste anschließend die Grundzüge der sozialdemokratischen Quartiers- und Wohnraumförderung zusammen. “Für uns Sozialdemokraten ist Wohnen ein Grundrecht. Es besteht aus zwei Elementen: Der rein quantitativen Versorgung aller Menschen mit bezahlbarem Wohnraum und einer qualitativ ansprechenden Wohnsituation im Quartier. Der Dreiklang aus Stadt- bzw. Quartiersentwicklung, Wohnqualität und Mobilität ist hierbei zu berücksichtigen. Diese Heimat möchten wir gemeinsam attraktiv gestalten und als Begegnungsstätten für Jung und Alt neu beleben, damit die Menschen ihren Stadtteil als Heimat empfinden und sich wohlfühlen. Hierbei spielt die Verkehrssituation sowie die Möglichkeiten des ÖPNV vor Ort eine bedeutende Rolle. Ich möchte daher im Landtag daran mitwirken, dass NRW auch in Zukunft Lebens- und liebenswerte Quartiere hat“.